Henriette Gärtner – Konzertpianistin, Musikpädagogin und Musikphysiologin aus Spaichingen
Shownotes
Wie gelingt es, Weltkarriere und Heimatverbundenheit zusammenzubringen? Was verbindet eine Konzertpianistin mit Twirling, Trampolinspringen und Biomechanik? Und warum kann Musik für Henriette Gärtner ein „Multivitaminpräparat ohne Nebenwirkungen“ sein?
Außerdem geht es um
Die Rubrik „Blitzschnell“ mit Entweder-oder-Fragen zu Dur oder Moll, Solo oder Orchester, Bach oder Beethoven, Musik oder Sport sowie Landleben oder Großstadt.
Ihre ersten Konzerte, den frühen Erfolg bei „Jugend musiziert“ und die Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Kammerorchester und Dirigent Karl Münchinger.
Ihre internationale Laufbahn mit frühen Auftritten bei den Luzerner Musikfestwochen, Konzerten in Südafrika, den USA, London, Monaco und Italien.
Die besondere Atmosphäre eines Soloabends im italienischen Sulmona, bei dem das begeisterte Publikum nach dem Konzert auf die Bühne strömte.
Twirling als Mischung aus Tanz, Akrobatik und Sport mit einem Baton – und Henriette Gärtners Weg von Fasnachts-Majoretten über den Verein in Überlingen bis zu deutschen, europäischen und internationalen Meisterschaften.
Warum Sport für die Pianistin immer ein wichtiger körperlicher und mentaler Ausgleich zur Musik war. Die Verbindung von Twirling und Klavierspiel: Koordination, Timing, Körpergefühl und die Idee des „Tanzens auf den Tasten“.
Disziplin, Übungszeiten von mehreren Stunden am Tag und das besondere Gefühl, auf der Bühne zu stehen. Warum Henriette Gärtner Musik als „Multivitaminpräparat ohne Nebenwirkungen“ bezeichnet und sich für Musikschulen, Kinderchöre und gute musikalische Grundlagen starkmacht.
Ihr Studium der Sportwissenschaften und Französisch auf Lehramt in Konstanz, das Referendariat auf der Schwäbischen Alb sowie ihre Erfahrungen als junge Musikerin mit dem Etikett „Wunderkind“.
Ihre Promotion über „Klang, Kraft und Kinematik beim Klavierspiel“ und die Frage, welche Kräfte beim Anschlag auf die Klaviertaste wirken.
Warum Körperwahrnehmung, Pausen, Atemtechniken und ein gesunder Umgang mit dem eigenen Körper für Musikerinnen und Musiker entscheidend sind.
Henriette Gärtners Lehrauftrag im Bereich Musik und Gesundheit an der Musikhochschule Trossingen sowie ihre musikpädagogische Arbeit an der Stella Musikhochschule in Feldkirch.
Musikvermittlung in Schulen, Workshops und Meisterkursen – und die Freude darüber, wenn Kinder oder Erwachsene durch ein Konzert den Weg zur Musik finden.
Die Entscheidung für ein Leben im ländlichen Raum statt in einer großen Musikmetropole und die Bedeutung von Kontinuität, persönlichem Publikumskontakt und wiederkehrenden Konzertorten.
Die Schwäbische Alb als Kraftort mit Natur mit Donau undBergen, der Nähe zum Bodensee sowie Wander- und Radwegen – und der Donauwalzer als musikalische Assoziation zur Heimat.
Die Rubrik „Gefährliches Albwissen“ über den kuriosen Fall von 40 Litern gestohlenem Regenwasser aus einer Tonne in Spaichingen.
Henriette Gärtners Wunsch, einmal in der Carnegie Hall in New York mit großem Orchester zu spielen.
Gäste:
Henriette Gärtner, international konzertierende Pianistin, Musikpädagogin, Musikphysiologin und ehemalige deutsche Meisterin im Twirling aus Spaichingen.
Moderation:
Iris Goldack, Reutlinger General-Anzeiger / Magazin Alblust
Walter Knittel, Donaubergland Tourismus GmbH / Schwäbische Alb Tourismus
Redaktionelle Mitwirkung: Claudia List, Magazin Alblust
Links:
Schwäbische Alb Tourismusverband: https://www.schwaebischealb.de
Magazin Alblust: https://www.alblust.de
Donaubergland Tourismus: https://www.donaubergland.de
Henriette Gärtner: https://www.henriettegaertner.com
Aufnahme und Bearbeitung: Martin Schmidt, https://www.audiospezialist.de
Transkript anzeigen
00:00:00: Sag bloß, der Schwäbische Alp-Podcast.
00:00:17: Das Magazin Altblust und schwäbischer Alt-Tourismus.
00:00:20: nehmen Sie mit auf eine Reise über die Alpen!
00:00:25: Herzlich willkommen zu.
00:00:26: sag bloß dem schwäbsche altpodcast.
00:00:29: Ich bin Iris Goldack vom Räutlinger Generalanzeiger und dem Magazin Alplust Und bei mir ist ... Walter Knittel von Dona Berglant für den Schwäbeschalttourismus.
00:00:40: Mit unseren Gästen nehmen wir sie, liebe Hörerinnen und Liebehörern mit in unsere Heimat die schwäbische Alp Walter.
00:00:47: Ja heute ist Henriette Gärtner bei uns zu Gast.
00:00:51: Sie hat mit drei Jahren das Klavierspiel gelernt Und mit fünf Jahren schon ihr erstes großes Klavierkonzert in Stuttgart gegeben Ist auf vielen Bühnen der Welt Zuhause Darf sich aber auch Deutsche Meisterin im Twirling nennen.
00:01:09: Zudem hat sie noch einen Doktortitel im Fach Biomechanik.
00:01:14: Wenn Sie, liebe Hörerinnen und Hörern jetzt denken wie soll das alles zusammengehen?
00:01:19: Bleiben Sie einfach dran!
00:01:21: Henriette Gärtner ist international gefeierte Konzertpianistin.
00:01:24: Sie lebt in Speichingen im Landkreis Tuttlingen unterhalb des Dreifaltigkeitsberts.
00:01:30: Hallo Henriette schön dass du da bist.
00:01:32: Ja hallo Iris hallo Walter vielen Dank für die Einladung.
00:01:35: Hallo Henrietta dann steigen wir gleich mal ein.
00:01:39: Immer unsere erste Frage zum Einstieg.
00:01:41: Bist du älbleren oder reitschmäckte?
00:01:45: Ja, die Frage ist so zu beantworten weil ich bin ja geboren zumindest auf dem Papier in Freudenstadt im Schwarzwald was allerdings nur auf dem papier ist.
00:01:53: das ist so die erste Geschichte weil ich Bin eigentlich auf Durchfahrt geboren.
00:01:57: Ich bin im Wald geboren aufm Weg ins Krankenhaus.
00:02:00: Wir haben damals im Kreis Kalf in Beingen gewohnt.
00:02:03: Da wurden auch meine älteren Brüder, ich habe insgesamt drei Brüde.
00:02:07: Zwei sind Eltern eines Jüngers in Freudenstadt im Krankenhaus damals zur Welt gekommen sind und ich war dann die vierte Geburt unserer Mutter.
00:02:16: Ich hätte eigentlich noch eine Schwester gehabt, die leider verstorben ist Und von daher wusste meine Mama genau, wie es abgeht.
00:02:22: Zum Glück und sie sind wohl etwas zu spät losgefahren.
00:02:26: Es war auch noch ein Sonntag, ein Sonnentagmittag als ich bin ein Sonndagskind.
00:02:30: Ein glücklicher Sonntagskind!
00:02:31: Dann kam ich eben im Wald auf der Rückbank zur Welt und meine Mutter hat mich dann wohl mit den Nabeln nur die Krankenhausstufen damals in Freundenstadt hochgetragen und die Nabeln wurde in Freundestadt doch trennt und da hat's geheißen okay?
00:02:46: Das Kind ist jetzt hier geboren.
00:02:49: in meinem Pass und Ausweis steht drin, Geburtsortfreundnisstaat.
00:02:52: Das heißt von daher komme ich vom Schwarzwald wobei da bin ich nicht mal ein Jahr alt geworden.
00:02:57: Da sind wir umgezogen nach Neuhausenob-Eck unter Schwandorf wo ich dann gewohnt habe bis zu meinem vierundzwanzigsten Lebensjahr bis zum Jahr sohundertneunundneinzig Und damals bin ich dann umgezogen an den Rand der schwäbischen Alb.
00:03:08: Von daher bin ich ein bisschen ja aber so nicht so ganz richtig.
00:03:13: Wobei als Rheint schmeckt es eh mich auch nicht ganz weil Ich hab immer auch ne Hausenob Eck immer etwas abbekommen.
00:03:19: Also vom Herzen her, älplerin.
00:03:22: Dieses Augenzwinkern ist mir nicht entgangen lieber Walter!
00:03:26: Und es geht ja schon rasant los... Da machen wir doch genau so schnell weiter mit unserer Rubrik Blitzschnell.
00:03:33: Wir haben Wortpaare für dich die dem Prinzip entweder oder folgen und es läuft im Wechseln mit Walter.
00:03:38: Die Fragen bist du bereit?
00:03:41: Ja natürlich immer Henriette Duhr oder Moll Je nach Lebenslage Solo oder mit Orchester?
00:03:51: Solo.
00:03:53: Bach- oder Beethoven?
00:03:56: Mensch, gerade die zwei Großen!
00:03:59: Der eine geht nicht ohne den anderen.
00:04:01: Bach und Beethoven.
00:04:03: Erst Bach dann Beethoven.
00:04:04: Können wir uns darauf einigen?
00:04:05: Ja gerne.
00:04:05: Gut.
00:04:06: Musik oder Sport?
00:04:08: Musik Und Landleben oder Großstadt?
00:04:11: Landleben Wunderbar Henriette, wir haben dich angekündigt als international gefeierte Pianistin.
00:04:19: Wir beginnen aber ganz anders!
00:04:21: Du warst erfolgreiche Twirling-Sportlerin.
00:04:25: Bitte erklär unseren Hörerinnen und Hörern was das ist und wie wurdest du auf diesen Sport überhaupt aufmerksam?
00:04:32: Da spielt der Zufall eine ganz große Rolle, wie überhaupt in meinem Leben der Zufall eine Rolle spielt.
00:04:38: Twirling erst mal zum Begriff kommt vom Englischen zu Twirl Und zu Twirl heißt wirbeln und gewirbelt wird nicht der Mensch, der wirbelt sich zwar auch aber gewirbelt wird vor allen Dingen ein Stab.
00:04:49: Man kann es im ersten Vergleichen mit der rütbischen Sportgymnastik.
00:04:53: das sind ja diese Mädchen die sich eben gymnastisch verrenken dürfen im wahrsten Sinne des Wortes.
00:04:58: sie dürfen ja keine Acrobatik einbauen Und verrenken heißt eben sämtliche Gummielemente von Beine, Rücken, Arme.
00:05:06: Dass man nicht mehr weiß wo oben unten ist mit dem Handgerät zusammen und Twirling ist damit deswegen zu vergleichen weil wir haben ein anderes Handgeräte.
00:05:14: Wir haben keine Kollen, keine Bänder, keine Reifen oder keinen Ball ganz genau sondern einen Baton, einen Start.
00:05:21: Der Stab ist so lang wie der Arm, von der Achsel bis zur Fingerspitze.
00:05:26: Deswegen wächst es mit einem Mit.
00:05:28: Er hat rechts und links zwei Gummistöpsel, ein Tipp und einen Ball.
00:05:33: Die sind gleich schwer!
00:05:35: Und mit diesem Baton, mit dem Stab kann man natürlich einige Dinge einstellen.
00:05:39: Unter anderem kann man den natürlich schleudern und schleudern kann man ihn schon im Abwurf mit der Hand in vier verschiedenen Richtungen nämlich vorwärts zurückwürzt rechts und links.
00:05:49: Man kann ihn sowohl vertikal als auch horizontal Schleutern natürlich auch recht zu links jeweils vorwürz und rückwürze.
00:05:55: das heißt wir haben da schon mal viele Wurfvarianten.
00:05:58: Wenn das Ding dann mal fliegt je nach Flughöhe hat die Athletin Tänzerische akrobatische Elemente einbauen.
00:06:07: Ich komme vom klassischen Ballett und vom Bodenturnen, habe auch mal die Turnlizenz im Kunstturn der Frauen erworben, die ich mir immer noch über den Deutschen Tournerbund aufrechterhalte mit Fortbildungen alle vier Jahre wo ich auch so gezwungen bin mich immer rein zu knien was es aktuell gerade in Bewegungsanalysen also bewegungsmäßig gibt.
00:06:29: Und ich komme eben vom Bodenturnen und lasse sich das Ballett, von daher war es dieser Mix der für mich interessant war.
00:06:34: Von der Größe her haben wir im Gegensatz zu den Gymnastlerinnen die ein kleines begrenztes Feld haben auch einen besonderen Schuhwerk haben wo sie fast ausschließlich auf dem Ballenjahr drehen können weil mit der Ferse müssen Sie erblocken.
00:06:47: Haben wir ein festerer Schuhwerker, wir haben einen leichteren Turnschuh sag ich mal mit einer Gummisole natürlich sehr elegant und fein gemacht In sämtlichen Farben auch inzwischen und haben von der Größe das Basketballfeld.
00:07:00: Das heißt, wir haben den ganz normalen Hallenboden, den er natürlich mit schwingt, der für Aufkommen nach Sprüngen und Überschlägen, Radwendeflickflexaltien usw.
00:07:08: natürlich absolut notwendig ist.
00:07:11: Und dann wirft man seinen Baton nach oben machte runter seine tänzerischen akrobatischen Elemente und fängt das Ding.
00:07:17: wenn man Glück hat wird er auf und wenn man halt gleich nicht Glück hat fällt es halt runter passiert nichts gibt's halt eine Meisterschaft ein Abzug was Schwab ist, ein Punkt der Abzug.
00:07:25: Ja und dazu gekommen das war ja die andere Teilfrage.
00:07:28: in Unterschwander wo ich groß geworden bin gibt es nicht so viel an Gymnastik und an Sportmöglichkeiten.
00:07:35: Ich habe immer trainiert in der Hombukhalle in Neuhausenob-Eck wo auch die dritte und vierte Grundschulklasse mit Begeisterung gemacht hat weil man doch den Wald fahren konnte Der große Wald weg von unser Hause.
00:07:44: ganz aufregend.
00:07:46: Die ersten zwei Klassen waren noch in Unterschwandern Und in der Hornbukhale konnten wir deswegen auch gut trainieren weil auch eine gewisse Höhe fahren war.
00:07:53: Aber da gab es halt nichts, wo man irgendwie das turnerische, tänzerische probieren konnte.
00:07:58: und dann waren wir... Meine Mutter war sehr fast nachts nerisch!
00:08:02: Wir waren immer auch zum Kinderballen überlegen im Fastnachtumzug zugeguckt usw.. Und beim Umzug kam uns dann eine Gruppe entgegen mit den Majoretten.
00:08:12: Das waren eben damals diese Mädels in einem schönen Kostümchen, kurz das Rückchenhut auf, Stab in der Hand und Stiefelchen an natürlich mit Absatz ist klar.
00:08:19: Und die sind glaube hinter oder vor der Musik marschiert mit dem Stab In der Hand.
00:08:22: aber das war eben dieser Stab denn wir damals es war eines meiner wenigen Urlaube in Italien ein Jahr vorher gesehen haben wo so auch so durch einen Rudl von Menschen jungen Leuten kamen auf der Straße an und haben den Baton geworfen und haben auf der Straße ihre akrobatischen Elemente gemacht, den Stab auch an sich gleiten gelassen.
00:08:43: Und das hat mich dann damals schon fasziniert aber irgendwo in Italien was zu machen war sowieso von Schwandorf aus mit einem drüben dran völlig unmöglichen.
00:08:50: deswegen waren wir sehr glücklich diesen Baton in Überlingen gesehen zu haben.
00:08:54: Dann sind wir damals, es war konkret meine Mutter und ich, der Gruppe nachmarschiert Und das war mein erster Verein in Überlingen, an der Wiesthorschule habe ich angefangen.
00:09:02: In der dortigen Kleinhalle die ersten so die Twirling Grundlagen zu lernen weil am Anfang auch Majoretten der Fassnacht hat viel gemacht mit den Leuchtstäben Feuerstäbe ebenso Schuheinlagen.
00:09:13: Und dann sind wir einmal als Ausflug von der Gruppe damals in Überlingen mal auf eine baden-württembergische Meisterschaft gefahren.
00:09:20: In die Boxberghalle, glaub ich, heißt es – in Villingen und dort haben wir eine Baden-Württmbergische Touring-Sportmeisterschaft gesehen.
00:09:27: Da hab' ich mal geguckt was ist da noch so?
00:09:29: alles gibt außer eben den einfachen Dreh ums Handgelenk rum und eben so Showeinlagen.
00:09:33: das war irgendwann zwar nett aber halt eintönig und langweilig.
00:09:37: Und dann habe ich gesehen, mit dem Stab kannst du noch viel mehr machen.
00:09:40: In Überlingen war das nicht machbar weil es keine Trainer gab in die Richtung und da hab ich den damals den Verein gewechselt dürfen und bin nach vielen Dingen Schwänningen in den dortigen Vereinen gegangen.
00:09:49: Hab da meine ersten Meisterschaften in der Gruppe im Team aber auch im Solo getanzt.
00:09:54: Dann kam das ja auch räumlich näher, ne?
00:09:56: Es kam ein bisschen näher so.
00:09:57: Ja, dann warst du in den Neunzigern auch mehrfach deutsche Meisterin also im Einzel- und im Duorwettbewerb ist es richtig.
00:10:04: Ganz genau!
00:10:06: Auch Teilnehmerin bei Welt- und Europameisterschaften sogar.
00:10:10: Wie ist denn gelungen, dass du das jetzt auch mit dem Zeitpunkt fast schon gefeierte Musikerin?
00:10:15: Wie geht es zusammen?
00:10:17: einfach machen, gar nicht nachdenken.
00:10:18: Nicht auf die Urgucken der Leidenschaft nachgehen.
00:10:22: und ja man braucht ja einen gewissen Ausgleich zur Musik.
00:10:25: das war auch die Grundintention unserer Eltern dass ich durch die Musik wo ich sehr viel sitze auch in der Schule natürlich entsprechend sitze Auch ein gewissen ausgleich habe.
00:10:33: von daher kam der sporte meine begeisterung eben für diesen sport auch sehr gelegen.
00:10:38: Meine brüder haben auch irgendwas sportliches also jeder von uns hat sich damit dann irgendwo auch gezeigt und auch körperlich austoben können Und das war einfach der Ausgleich dafür.
00:10:46: Also ich habe es immer als schönes Hobby gesehen, als Ausgreich dafür gesehen, hab's nie gesehen um da irgendwelche große Meisterschaften mitzugewinnen.
00:10:53: natürlich muss ich sagen bin nicht sehr leistungsorientiert und auch sehr ehrgeizig.
00:10:57: wenn man halt dann so auf dem fünften Platz steht linzt man auf den dritten, dann linst man auf dem zweiten, wenn man auf einem zweiten ist Linzmann auf den ersten, wenn wir oben sind, wenn mal halt nicht mehr runter.
00:11:06: Das ist klar!
00:11:07: Und es gab auch in Deutschland also in meiner Altersgruppe gabs natürlich auch andere Mädels die den Sport gemacht haben gerieben und sie zu immer auch miteinander.
00:11:16: rein und zur Frage zur Europa- und Weltmeisterschaft.
00:11:18: Die EM gab es ja alle zwei Jahre, die Weltmeisterschaft jedes Jahr.
00:11:22: Zur Europameisterschaft wurden automatisch die ersten fünf, die sich bei der deutschen Meisterschaft qualifiziert haben, nominiert unsere Weltmeesterschaften dann auch die ersten drei und durften mitfahren und den anderen zwei als Ersatz.
00:11:33: Und im Duo dann tatsächlich habe ich auch mal das Finale erreicht.
00:11:37: Mit meinem damaligen Trainer und Duo-Partner Sascha Strupp aus Frankfurt haben wir dann das Finale erreicht und sind wirklich für Deutschland im Finale gestanden.
00:11:46: Das war schon ein erhabenes Gefühl, ein schönes Gefühl, in dem wir bereichten doch soweit gekommen zu sein.
00:11:52: Aber wenn ich das gerade so höre ist es ja schon so dass dieses Twirling ja sicherlich auch etwas unter Sport, da sind ja auch zwei unterschiedliche Dinge die da zusammen passen weil man braucht ja sehr viel Koordinationsgefühl.
00:12:03: Das hat der sicherlich dann auch bisschen was mit Klavier zu tun Absolut!
00:12:06: Klavierspiel ist eigentlich Tanzen auf den Tasten.
00:12:09: Das ganze Leben ist für mich ein Tanz, ob ich jetzt mit einem Beinen tanze, alleine tanze mit einem Partner tanze?
00:12:14: Mit einer Gruppe tanze oder eben am Klaviertanzen mit meinem Fingern als es immer an Tanz- oder auch in Trampolin springen... Ich vergleiche Gärnsklavierspielen mit Trampolinspringen.
00:12:23: man muss in die Taste rein um entsprechend wieder rauszukommen.
00:12:26: das heißt ich muss abgeben, ich soll abgeben auch das gesamte Gewicht um entsprechend im richtigen Moment das eben dann das Timing was mal auch im Hochlastungssportjahr braucht, rauszukriegen.
00:12:37: Um eben auch da das Thema Musikieren und Gesundheit ist es doch auch sehr einseitig wobei man beim Klavierjahr wiederum sehr bequem sitzt.
00:12:46: im Gegensatz wenn ich jetzt andere Instrumente wie eine Queerflöte oder auch eine Geige anschaue ist ja schon nochmal ne andere Rotation im Körper drin was bei dem Klavier so weniger der Fall ist.
00:12:56: trotzdem kann man auch da haltungsmäßig atmungstechnisch einiges so machen dass man eben Also auf das Thema Gesundheit.
00:13:04: Man kann immer noch Hochleistungen bringen, aber wenn irgendwann der Körper darunter leidet und man nicht mehr die Leistung schmerzfrei abrufen kann, macht es irgendwann auch keinen Spaß mehr.
00:13:13: Und das Thema Freude und Spaß ist dann doch sehr wichtig, wenn man sein Leben betreiben möchte.
00:13:17: Da gehen wir nachher nochmal ein bisschen ausführlicher hin.
00:13:20: Du wurdest bereits in den Achtzigerjahren von ausgewiesenen Experten als Wunderkind am Klavier gefeiert.
00:13:26: Mit drei Jahren hast du begonnen mit fünftes erste große Konzert, hast du gesagt Walter?
00:13:31: Kannst du dich an genau dieses erste große Konzert erinnern?
00:13:36: An das mit fünf Jahren kann ich mich nicht so richtig erinner.
00:13:39: Ich kann mich gut erinneren, an das Konzern mit sechs Jahren.
00:13:42: Das war mein erstes Konzervt mit Orchester.
00:13:45: Damals der Stuttgarter Kammerorchester und Karl Münchinger.
00:13:49: Und ich kann mich deswegen sehr gut... daran erinnern, die Proben wie auch an den Dirigenten Karl Münchinger.
00:13:54: Weil das war so ein charismatischer Mann eher so ein väterlicher Typ mit seinem weißen kräftigen vollem Haar etwas auch untersetzt der ganze Mann und er war unglaublich liebevoll und sehr verständnisvoll und ging sehr schön mit mir um.
00:14:10: Und soweit ich mich erinnere haben wir Mozart-Clavier-Konzert Cedur gespielt Jawohl, aber das mit fünf weiß ich nicht mehr genau.
00:14:18: Das war ja damals anlässlich der Feiernpreisträger-Konzert nachdem ich habe den vorher auch gewonnen gehabt bei Jugendmusiziert, war hier Landespreisträgerin und da war dann in der Landeshauptstadt eben in Stuttgart dieses Konzert.
00:14:29: Ich hab's Programm noch zu Hause in meinen Arten drin.
00:14:32: Ich habe alles mal sortiert, nach Jahren sortiert Und da habe ich das Programm noch live gefunden, weil ich war immer auch interessiert.
00:14:39: Was hab' ich eigentlich damals gespielt mit den kleinen Händen?
00:14:41: Wenn ich mir heute fünf, sechs jährige angucke... Ich kann was wirklich nicht vorstellen!
00:14:45: Also irgendwas musste anders gewesen sein.
00:14:48: Aber ich hab's gefunden, was ich ja auch damals für ein Programm gespielt habe und mit Orchester erinnert mich doch an Heidenzido-Konzert.
00:14:54: Aber weshalb dann Glavier und kein anderes Instrument?
00:14:58: Ja, das lag vielleicht an den Rahmenbedingungen.
00:15:01: beides unserer Eltern waren ja Pianisten der Vater und die Mutter.
00:15:05: Und wir hatten zu Hause einfach ein Klavier stehen.
00:15:08: Wir hatten auch einen Flügelstehen im Wohnzimmer Im oberen Stockstand noch ein altes Klavier auf dem ich dann meine spätere Kindheit in Jugend darauf verbracht habe Ein altes Pfeiferklavier.
00:15:17: Das hat sich eigentlich per Zufall wiederum des Themas Zufalls so ergeben.
00:15:22: Diese Geschichte, ich kann sie nur nach erzählen.
00:15:25: Ich kann mich daran aktiv nicht erinnern.
00:15:27: mit drei Jahren.
00:15:28: Hatten wir Besuch von einem Ehepaar?
00:15:30: Die hatten einen Sohnemann der war so acht, neun, zehn Jahre alt hatte Klavierunterricht Und das war für mich damals als Kind dann immer später der Kräul.
00:15:38: Wenn man irgendwo hin kam und da stand ein Klavier heißt, ach spielte was!
00:15:42: Das heißt ich bin lieber wohin wo kein Klavier stand?
00:15:45: Und im Jungen ist genau das passiert, da kam zu uns weil wir eben die Familie eingeladen hatten und natürlich musste er unseren Eltern etwas vorspielen des arme kind und hatte auch was vorgespielt nämlich eine Sonatine von Maurizio Clementi.
00:15:57: Und nachdem der Besuch dann weg war, hat meine Mutter im oberen Stock auf dem alten Pfeifferklavier dieses Stückchen gehört.
00:16:06: Und ging nach oben und hat geglaubt das Kind hat jetzt irgendwie vergessen dass die Eltern, da hat sich doch mit zurückgezogen und kam nach oben in den oberem Stock zu uns und hat mich damit drei Jahren am Klavier gesehen.
00:16:17: Ich habe dann diese Stück versucht irgendwie mit Gehör die Tasten zu finden und nachzuspielen.
00:16:22: Und weil eben meine Mutter ausgebildene Pianistin war, hat sie natürlich erkannt, dass da irgendwie mehr dahinter steckt als die normale Begabung.
00:16:29: Da muss irgendwie eine größere Begabe und ein größeres Talent dahinter sein, denn kein Kind setzt sich so hin und versucht dann Töne gleich zu treffen und nachzuspielen.
00:16:38: Und hat dann in dem Tag mir noch die ersten Minuten Klavierunterricht gegeben.
00:16:43: Und so fing das Ganze auch an mit drei Jahren.
00:16:45: Also es ist eigentlich auch per Zufall rausgekommen.
00:16:47: Meine Brüder waren ja auch da.
00:16:49: Sie haben auch dann Klavier gespielt Und ja, bei meinem Vater Unterricht gehabt haben sich aber dann aufgrund wahrscheinlich der großen, der schnellen Diskrepanz zwischen ihrer Schwester und mir.
00:17:00: Was die Jungs so sagen wir im halben Jahr gelernt haben ist mir auch gesagt worden hat eben denn die Schwester in vierzehn Tagen gelernt?
00:17:06: das ist dann doch ziemlich krass des Begabungskrat.
00:17:09: Und dann sind sie umgestiegen auf ein anderes Instrument, an so einem Instrument.
00:17:12: Larenette, Teno Saxophon und Alzaxophon Musikschule in Überlingen haben da auch ihren Spaß gehabt mit der Musik.
00:17:17: Wichtig ist dass man mit Freude bei der Musik bleibt egal welches Instrument es ist und bei mir ist das Klavier geblieben.
00:17:23: ich könnte mich auch kein anderes Instrument vorstellen.
00:17:27: Ich liebe den Klavier-Ton, mit dem Klavier kann man alles machen.
00:17:31: da kann ich alle Instrumente imitieren.
00:17:33: Ich mag auch sehr den Schelloton die Tenorlage, die Bauchlage aber Klavier ist für mich unschlagbar!
00:17:40: Man kann alles machen, man kann das Solo spielen, eine Leine spielen und ich kann mit anderen zusammenspielen.
00:17:45: also es ist für mir das universalen Instrument schlechthin.
00:17:48: Wie ging dein Weg dann weiter?
00:17:50: Mit drei angefangen, mit vier war ich damals Landesspreisträgerin bei Jugend musiziert.
00:17:56: Mit vier und fünf war es heute gar nicht mehr Gänge, weil heute zum Schutz des Kindes ein Kind ... also Jugend musiziert ist auf Regionalebene dann Landesebene dann Bundesebene aufgebaut darf bis zum gewissen Grad gar nicht auf Landesebene gehen, was auch richtig ist.
00:18:09: Damals war das so noch nicht.
00:18:10: jedenfalls ich war mit vier fünf Jahren auf landesebene war auch Landespreisträgerin wo ich auch noch den Pressebericht gefunden habe und da steht diese Gruppe der anderen Preisträge der anderen Alterskategorien um mich herum und vorne steht also eigentlich wie ein kleines Püppchen sehe ich da aus weil ich einfach so klein war im Gegensatz zu den andern mit vier-fünf Jahren und dabei war ich Landespreissträgerin bei Jugend musiziert Und dann kam eben, da ist das die Solo-Konzert mit fünf Jahren.
00:18:35: Dann kam Karl Münchinger auf mich zu mit sechs Jahren und dann kam mit acht Jahren Rudolf Baumgarde.
00:18:39: Das war mein erster internationaler Meilenstein mit den Festivals Trings Luzern und den Luzerner Musikfestwochen, wo ich dreiundachtzig war damals, mit acht Jahren.
00:18:50: Und hab da eben international debittiert, wo immer noch in einer, was die dreizehnte Ausgabe des Schneiderbuch der Rekorde als die Jüngstück von Sertpianistin der Welt stehe also nach Rekorden.
00:19:01: Ich bin ja nicht scharf drauf aber andere wenn sie mich so betiteln möchten ist es für mich auch völlig in Ordnung.
00:19:06: Und dann ging's eben entsprechend soweit.
00:19:07: Ich wurde vier Jahre später wieder eingeladen und so kam eigentlich der Stein ins Rollen.
00:19:13: Du musst mehr fragen, wie viel Hasten du geübt, um diese Virtuosität zu erreichen.
00:19:19: Und woher nicht mal als Kind solche Disziplin dann auch das macht?
00:19:23: Ja also ich kann mich gut erinnern an die Zeiten, wo ich habe drei vier auch mal fünf Stunden geübte.
00:19:28: es waren auch mal sechs Stunden war da aber auch... Also so drei vier waren sich in guter Schnitt und auf vier war selten der Fall wo ich mich denn aktiv daran erinnernd kann Und das ging auch gut mit Schule und allem zusammen.
00:19:40: Mein Hobby, mein Sport konnte ich ja auch mit ausleben.
00:19:42: Ich würde es nicht sagen dass ich sonst zu kurz gekommen bin habe auch in Neuhausen ob Eck am Skihang auch Skifahrer gelernt wie viele anderen Jugendlichen auch aus dem Gebiet raus.
00:19:50: die Disziplin Ja, wie soll ich sagen?
00:19:53: Es geht immer auf und ab.
00:19:54: Und es gibt immer auch ein Tunnel wo man vielleicht jemanden braucht der einmal ein bisschen hilft er auch mal sagt hallo jetzt mach sowieso jetzt geht's hier auch weiter was ich habe sehr früh verklickert und das war glaubt das was mich hat über alle Krisen.
00:20:06: natürlich gab es auch bei mir viele krisen hinweg geholfen als kind und als Jugendliche.
00:20:11: Ich hab früh verklickert dass es sehr schön ist auf der bühne zu stehen.
00:20:16: ich drehte gerne auf ich bin gern auf der Bühne ich performe sehr gerne Und das ist einfach ein Gefühl, auch diesen Applaus und diesem Dank diese Freude entgegenzunehmen.
00:20:27: Wofür es eben dann auch ein bisschen Arbeit braucht?
00:20:30: Und mir war sehr früh klar ich kann nicht beides haben!
00:20:33: Ich kann nicht die volle Freizeit und das ganze Vergnügen haben wie andere Kinder in meinem Alter und den Erfolg oder dieses Gefühl auf der Bühne zu stehen gleichzeitig mit.
00:20:43: Und das ist dann doch ein schönes Gefühl gewesen, was mich hat immer da auch angetrieben.
00:20:48: Natürlich gab es auch Durchstrecken wo auch mal die Eltern mit voran geschoben, voran gehieft manches auch überbrückt haben, auch mal weniger gemacht haben.
00:20:55: Auch da erinnere ich mich gut daran wenn's einfach gar nicht lief, dann liefs halt mal überhaupt nicht.
00:20:59: auch das gibt´s.
00:21:00: aber für mich war immer auch sehr früh klar dass ohne Musik hätte ich mir nichts vorstellen können.
00:21:05: Und mir war auch irgendwie instinktiv früh klar, ich weiß nicht woher ich das wusste.
00:21:10: Dass man in ganz jungen Jahren nicht lernt.
00:21:12: vor allem an der Koordination und der Virtuosität, an den Geschwindigkeiten, an rein technischen Fertigkeiten ist es sehr, sehr schwer bis unmöglich das später nochmals überhaupt zu lernen.
00:21:24: Weil einfach durch die ja doch die Gehirnbildung durch den neue Plastizität im Gehirnen was ich jetzt mit der ganzen Physiologie inzwischen auch belegen kann und weiß aber irgendwie instinktiv war mir klar da in jungen Jahren ranhalten zu müssen um auch A die technischen Möglichkeiten zu haben und B auch dann später darauf aufzubauen und sich dann etwas zur Ruhe zu setzen.
00:21:47: Also da hast du dich einfach mit diesem Gefühl auf der Bühne selbst belohnt für deine Disziplin.
00:21:52: Richtig!
00:21:52: Und es hört sich so spektakulär an, aber heute ja die Jugendlichen sitzen halt heute unter Umständen vier Stunden fünf Stunden an ihren Devices und verdatteln die Zeit, ne?
00:22:04: Du hast was anderes gemacht.
00:22:06: Und die Zeit ist dieselbe aber mit einem anderen Ergebnis.
00:22:10: Und du hast wunderbar übergeleitet das wusstest du nicht weil in welchen Bereichen... Nicht nur in der Geschwindigkeit aber in welchem Bereich profitieren Menschen die ein Instrument spielen?
00:22:22: da geht es ja um Beitändigkeit, sagt doch damals was dazu?
00:22:26: Ja Musik ist ein Multivitaminpräparat.
00:22:31: Ohne Nebenwirkungen über jetzt.
00:22:34: Genauso auch wie die Bewegung an sich.
00:22:36: Musik, man fördert sämtliche Fähigkeiten, die krokotiven Fähigkeit und die emotionalen Fähigkeiten, die sozialen Fälligkeiten... Die Sinne werden geschärft!
00:22:44: Man hört anders hin, man liest anders Texte, man hat ein anderes Erleben.
00:22:48: also ich würde es mal als ein sinnhafteres Leben und erfüllteres Leben bezeichnen mit Musik.
00:22:55: durch die Musik lampt man auch wenn man jetzt vom Gesang her kommt und man sollte immer singen denn das Instrument aller Instrumente ist für mich die Stimme.
00:23:03: Durch diese Stimme merke ich auch beim Frasieren am Klavier, was ja ein Anschlagsinstrument ist wo ich hin fühle und hingehen muss, wo die Phrase ihren Höhepunkt hat, wo ich wieder abflachen kann wie lang ein normaler natürlich irgendwann auch eine Ausgebildung der Atem hält und all diese Dinge werden geschult.
00:23:20: das heißt Musik hilft für alle Fertigkeiten und Fähigkeiten, für jeden Beruf den man nachher auch haben kann.
00:23:27: Und wenn es eben nur das Hinhören ist?
00:23:30: Wenn ein Kind mal eine Geige in der Hand gehalten hat oder eine Klarinette und irgendwann fühlt sich vielleicht doch mal in einen Orchester-Konzert reinsetzt oder mal mitgenommen wird bin ich zu hundert Prozent überzeugt.
00:23:40: Es setzt sich so hin dass es gut die Geigen oder eben auch die Klarinetten sieht.
00:23:44: er sagt ah!
00:23:45: Ich habe mich da auch mal daran abgearbeitet oder eben damit auch mal versucht zu spielen hat einfach ein anderes Gefühl dafür dass es braucht, um einen Ton zu erzeugen.
00:23:54: Denn allein für den ersten Ton, dann nehme ich mal eine Gitarre... Ich hab die Seite!
00:23:58: Ich habe den haptischen Kontakt zum Instrument je nachdem wie ich da drauf gehe in welchem Winkel, wie fest ich geh, wie ich daran zupfe.
00:24:06: Das heißt das haptische Gefühl des Materiales, der Seite des Holzs kann ich durch mein Bewegen in einen Schwingen bringen.
00:24:13: Durch das Schwinge höre ich einen Ton, ich kann quasi selber einen Ton erzeugen und zwar eigenmächtig ohne Strom.
00:24:22: also ich kann es wirklich selber mit dem Instrument machen.
00:24:25: wie eben mit der Stimme kann man auch mit sich selbst befassen und beschäftigen und von daher ist Musik nur gut!
00:24:32: Also es geht sehr in die physiologischen Tiefen wenn man genau die Faktoren des positiven herausarbeiten möchte.
00:24:38: Es gehört auf alle Fälle gefördert, dass Kinder höre Musikschulen, Jugendmusikschulen.
00:24:44: Wo natürlich immer wieder auch die Grundarbeit gelegt wird.
00:24:47: Denn was ein Kind bei seinem ersten oder zweiten Lehrer lernt das heißt die Anfänge sind sehr wichtig.
00:24:54: deswegen kämpfe ich mich auch und setze mich sehr in der Musikvermittlung auch ein Und wo ich kann breche ich immer eine Lanze für den Musikschulens.
00:25:02: Natürlich weiß ich wie Musikschule oder auch Honorarkräfte teilweise bezahlt sind.
00:25:06: Es ist nicht richtig und auch nicht gut, weil die machen die richtig große Arbeit.
00:25:10: Legen die Grundlagen, legen die Grundkoordinaten und natürlich nachher an Hochschulen wird darauf aufgebaut.
00:25:16: aber die Grundlage werden vorher gelegt und wenn da keine guten Lehrkräfte sind können keine Talente wachsen und entsprechend gefördert werden.
00:25:23: und genau die Pädagogen machen die Hauptarbeit und die gehören unterstützt und auch in Rahmenbedingungen gesetzt wo man auch wirklich davon ordentlich leben könnte und leben kann.
00:25:33: dafür setzen mich sehr ein.
00:25:35: Du hast nach dem Abitur zunächst Sportwissenschaften in Konstanz studiert, das vertiefen wir später.
00:25:41: Nach diesem Studium hast du eine umfassende musikalische Ausbildung genossen und verschiedenste Meisterkurse erfolgreich
00:25:48: absolviert.".
00:25:50: Das stellt sich ja für uns die Frage.
00:25:51: uns interessiert wie du in den verschiedenen Ausbildungsstätten wahrgenommen und sei es mal aufgenommen worden bist wenn man mit dem Etikett Wunderkind daherkommt.
00:26:02: Ja, das Etikett Wunderkind kannten zum Glück meine Kommilitonen an der Uni Konstanz nicht.
00:26:07: Von daher kam ich da auch sehr gut klar mit dem Studium und dem Sportstudium.
00:26:11: Ich habe auch noch Humanistik studiert gehabt auf Lehramt beide sportmanfransösisch genau genommen.
00:26:17: Der Begriff Wunderkind klebt einfach an einem, weil es eine Außensicht ist.
00:26:21: Wenn ein Kind eben mit drei, vier, fünf Jahren bestimmte Konzerte spielt oder überhaupt die Sackmeißig koordinieren kann am Instrument ist das für außen ein Wunder.
00:26:29: Es gab ne Phase in meiner jungen Erwachsenenzeit wo ich sehr gegen diesen Begriff gekämpft habe.
00:26:35: Inzwischen hab' ich diesen Kampf abgelegt Weil Ich Die Außenwelt Besser Verstehe.
00:26:40: Es Ist Für Ein Außenmensch Natürlich Ein Wunder wenn er einen Kind solche Leistungen vollbringt Wie's von der Außen Welt.
00:26:45: und Wunder ist wenn ein Mädel im Turnen auf dem Schwebebalkenturn.
00:26:49: Für normalen Menschen, der schwer auf einem Bein stehen kann, geschweige noch auf so einem schmalen Balkenstehen oder laufen kann – dann macht die noch Überschläge und freihändig!
00:26:58: Das sind für Menschen von außen eben ein
00:27:00: Wunder.".
00:27:01: Und die Wahrnehmung war schon, ja wenn ich an meine Gymnasiumszeit, Art.
00:27:05: Heideke Gymnasium in Messküft zurück denke, war es rückblickend ist es gut gegangen.
00:27:09: Es gab natürlich auch da Jahre, die mich auch emotional sehr mitgenommen haben weil Kinder nicht immer nett zueinander sind.
00:27:17: Die können auch mal anders sein aber das hat sich dann zum Glück im Laufe der Jahre auch sehr gut rausgewachsen vor allem Richtung Oberstufe.
00:27:22: was eine schöne harmonische Zeit.
00:27:25: Mein Sportstudium in Konstanz und auch das französischen Studium habe ich sehr gerne gemacht, weil ich auch da ganz anders in Kontakt kam mit den Menschen.
00:27:32: Ich meine im Sport, wo ich natürlich auch Fußball gespielt habe und alle Sportarten durchgemacht hab.
00:27:36: Natürlich auch Trampolin gemacht habe.
00:27:39: Ein anderer Leidenschaftsthema von mir kommt man auch nochmal anders mit den Kommilitonen mit Gleichartigen in Kontakt.
00:27:45: Und da war ja auch dann genau dieser Umbruch, wo mich denn auch mehr selbstständig gemacht habe und mein Zuhause verlassen habe, sprich Unterschwander auf das Elternhaus verlassen und hab dann danach meine Studien absolviert, abgeschlossen an der Uni Konstanz.
00:27:59: Und dann auch ganz normal das Referendariat gemacht also die pädagogische Aushulden gemacht am Lehrerseminar in Tübingen.
00:28:05: Und meine erste Ausbildungstätte, Ausbildungsschule war das Gymnasium im Alpstadt Ewingen.
00:28:10: Dann war ich in Hechingen, ne andersrum ersten Hechigen dann in Ebingen und dann war ich noch zwei Jahre am damaligen Progen-Masium, inzwischen Folgendasium in Mess-Stätten.
00:28:18: Papa ist da mit einem den Alp bezogen.
00:28:20: Also mitten auf der Alf?
00:28:21: Mitten auf Der Alf!
00:28:22: Ganz genau und es war eine sehr schöne Zeit.
00:28:25: Konntest du mit deinem musikalischen Vorwissen noch was dazulernen?
00:28:30: Ich lerne jeden Tag etwas dazu.
00:28:32: Also ich fahre immer noch eins, zwei manchmal auch dreimal je nachdem zu meinem ehemaligen Maestro wo ich dann Klavier studiert habe im Solistensyplom an der Akademie Pinnistika in Contricolma Estro also heißt diese Einrichtung in Imola bei Bologna.
00:28:44: Dieser Maestro wohnt privat in Rovoretto, also im Trentino bei Witzigian Trento and Verona Und das ist einfach ein Mensch der mir unglaublich viel bedeutet, mit dem ich wirklich auf Augenhöhe auch über musik- und musikalische künstlerische Dinge kommunizieren kann.
00:28:58: Wenn es für die Zeit erlaubt und das Repertoire laubt, fahre ich da gerne runter – ich war jetzt gerade vor zehn, vierzehn Tagen wieder unten!
00:29:04: Da habe ich immer gesagt, jede Stunde lohnt sich.
00:29:06: Der hat die ganze Fahrt mit allem drum und dran, was man auf sich nehmen muss... lohnt sich, weil das einfach so ein Mensch ist von dem ich ihm oder selber unglaublich viel Kraft zähre.
00:29:16: Wissen rausziehen natürlich auch aber auch emotional viel mitnehme um auch in der eigenen Vermittlung entsprechend weiterzugeben.
00:29:23: und allein des Beschäftigten mit der Literatur – Ich lese auch sehr gerne Biografien oder auch andere Persönlichkeiten wie Albert Schweitzer, mit dem ich in den letzten ein zwei Jahren enger befasst habe damit, dass man einfach Persönlichkeiten ja von denen nicht genug kriegen kann, weil sie sehr reich sind in ihrem Leben sehen Wir belesen sind sehr vielseitig sind, auch das Thema Vielseitigkeit in der Disziplinarität.
00:29:45: Das heißt auch Sportmusik und Wissenschaft künstlerisch-pädagogisch-wissenschaftlich geht für mich wunderbar zusammen – das ist für mich untrennbar!
00:29:52: Wo ich natürlich in manche Einrichtungen, wenn ich jetzt in die pädagogische Einrichtung komme und ich trete als Künstlerin auf, werde ich angeguckt oder als Wünschaflichrennen auf.
00:29:59: Werde ich angekuckt, dreh dich in eine Kunsteinrichtung ein und oute mich aus Pädagogien.
00:30:03: Passt das auch nicht zusammen?
00:30:05: Für mich passt es wunderbar zusammen, weil es einen des Anderen eben beflügelt und auch befruchtet.
00:30:09: Schön!
00:30:11: Du warst schon auf vielen internationalen Bühnen unterwegs gefeiert worden.
00:30:16: Welche waren denn zwei Fragen?
00:30:17: mal direkt am weitesten weg von Speichingen oder der Alp?
00:30:21: Ja Südafrika, Kapstadt hat mich sehr animiert damals.
00:30:25: Dann USA hat mich auch begeistert war auch weit weg.
00:30:30: ein bisschen näher dran war Monaco Monte Carlo.
00:30:34: Auch in London habe ich mal so einen Fuß drin gehabt wo ich mehrere Jahre regelmäßig aufgetreten bin.
00:30:41: ja Und was war das für dich eindrücklichste Konzerterlebnis?
00:30:46: kannst du dich erinnern?
00:30:49: Ich kann mich sehr gut erinnern.
00:30:50: Also ich habe da einen sehr schönen Eindruck.
00:30:52: bei einem Solo Klavierabend in Italien, in Sulmona war das und zwar deswegen... Da hatte ich für mich normal mein Klavier Abend gegeben.
00:31:00: es war emotional.
00:31:02: irgendwie.
00:31:02: also ich hab auch ein Feeling Verstimmungen im Räumen.
00:31:05: Ich nehmt das unglaublich stark wahr.
00:31:06: Habe ich da sehr darauf sensibilisiert?
00:31:08: Ich nehme auch irgendwie sofort aufgrund meiner Fühler irgendwie so Stimmungen waren.
00:31:12: Das war eine sehr schöne warme herzliche Atmosphäre.
00:31:14: Italiener gehen ja auch mit ihren Gefühlen etwas extravertierter um Und hinterher ist das Publikum auf die Bühne gestürmt.
00:31:21: Die haben mich fast umgerannt, dass ich so was selten erlebt habe.
00:31:24: Das war aber ein schönes Gefühl, wie ich da gestanden bin und eben nach dem Abend, die kamen auf mich zu und haben mich richtig hoch leben lassen im positivsten Sinn.
00:31:33: Das waren sehr, sehr schön!
00:31:35: Das andere mit Orchester war eben Südafrika, mit einem Cape Town-Symphonieorchest war auch mit dem Dirigenten damals ... Das war Mozart, glaubt ihr?
00:31:43: Ich glaube, das C du warst Vier, sechs, sieben, dass ich gespielt habe.
00:31:47: Und da waren die Proben sehr schön und ich erinnere mich einfach an den wunderwunder wunderschönen Saal.
00:31:54: Ich bin ja damals runtergefahren.
00:31:55: Ich war vierzehn, neunzehneinachtzig war das und hatte ein bisschen eine andere Vorstellung von dem Land und war nur begeistert Von der Infrastruktur von den Sälen von den Flügeln von den Instrumenten und vor allem von der Menschlichkeit in dem Land.
00:32:11: Und dieser Saal in Kapstadt hat mich umgehauen Der war richtig schön.
00:32:17: Jetzt wohnst du in Speichingen im Donau-Bergland, bist vorrangig musikalisch in Baden-Württemberg unterwegs?
00:32:23: Ist es schwieriger von hier von der Schwäbischen Alb aus wahrgenommen zu werden und Engagements auch zu bekommen?
00:32:30: Engagements zu bekommen hat viel was mit den ganzen Vermittlungsgeschichten zu tun, wie man sich vermarktet.
00:32:37: Ich mache diesen Beruf jetzt ja schon über vier Jahrzehnte, forty-fünf Jahre, sechsundvierzig Jahre genau genommen und ich kenne da glaube ich schon die Hasenfüße auf der Bühne vor der Bähne und auch hinter der Böhne.
00:32:47: Ich möchte keinen Hasenfuß missen weil jedes hat auch seine Geschichte Und ich bin Herr oder Frau meines eigenen Geschehens.
00:32:55: Ich habe mich über Jahre, Jahrzehnte bemüht um Agenturen – war auch mal ein Wienuntervertrag bei der Agenturwein, Malen-Untervertrag beim Agenturwahn, Stückart in Untervertrag im Agentur.
00:33:05: Ich hab' auch da dieses Lehrgeld im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt.
00:33:09: Konkret rausgekommen ist außer Erfahrung Lebenserfahrung und sonstige Erfahrungen das portmone ist ein bisschen dünner geworden dadurch Nichts, also konkret ein Engagement.
00:33:19: Und ich habe auch mal hinter Stuttgart eine weitere Agentur gehabt wo versucht wurde es wirklich ernsthaft auch versucht wurde was zu machen.
00:33:26: und irgendwann ist eben ja die Überlegung da macht man so weiter bewerbe ich mich weiter an Agenturen und nehme das Zepter einfach selber in der Hand.
00:33:33: mein heute mit Social Media anderen Dingen kann man sich auch selber besser vermarkten.
00:33:37: natürlich braucht man auch da bestenfalls ein Team Oder eins, zwei Leute, wo ich noch ein bisschen Input bräuchte.
00:33:43: Die mich daran einfach unterstützen.
00:33:45: Weil alles selber zu machen, sich selbst zu vermarkten und nach außen treten ist nicht immer einfach, weil man ja immer über sich und seinen Tun spricht.
00:33:52: Das heißt wann bin ich eigentlich Privatperson?
00:33:54: Wann bin ich Pianistin?
00:33:56: Und das mischt sich dann auch sehr oft gesellschaftlich.
00:33:59: Mir fällt's theoretisch nicht schwer, weil ich kann es auch in meiner Person nicht trennen!
00:34:03: Ich bin privat und Pianisten bin auch Sportlerin, Tänzerin... ...und ich möchte es gar nicht so getrennt behandelt haben.
00:34:09: Aber allein diese Vermarktungsgeschichte ist schon ein Thema, wo ich aktiv wirklich auch Unterstützung bräuchte.
00:34:15: Da suche ich auch ganz konkret nach jemandem, der mir da behilflich sein kann, muss ich offen gestehen.
00:34:19: und ansonsten was es Engagement angeht ob ich jetzt von Speiching aus fahre oder ob ich von Stuttgart aus fahr'l oder in Berlin wohnen würde Ich kenne sehr viele Künstler auch damit den ich in Immola studiert hab.
00:34:29: die sind dann nach berlin weil sie geglaubt haben berlin aber da macht man eine große Karriere.
00:34:32: natürlich hat berlin vielleicht andere Möglichkeiten.
00:34:35: sie genießen allerdings auch die Anonymität eher die Identität auch mit dem ländlichen Raum.
00:34:41: Ich möchte gerne mit Namen und sonstigen Daten auch angesprochen werden, und nicht einfach anonym in einem Haus, wo wir uns überhaupt nicht kennt.
00:34:47: Das ist nicht meine Welt!
00:34:48: Ich liebe auch die kurzen Wege hier bei
00:34:50: uns.".
00:34:51: Und viele meiner Kollegen sind eben dann in Berlin untergegangen, im Sinne von dann ist man halt Teil der Großstadt.
00:34:56: Man nimmt sehr viel mit oder wie ein anderer Großstädte muss er ... ich esse nicht mehr Berlin sein oder andere zentrale Musikstädten und es ist auch das nicht immer das Non Plus Ultra.
00:35:07: Ich habe für mich den Schritt gemacht und die Entscheidung getroffen meine Karriere so aufzubauen, da bin ich auch letzten Jahrzehnte, kann man schon sagen.
00:35:15: Gut gefahren!
00:35:17: Dass ich da wo ich gespielt habe oder spiele bestenfalls wieder und wieder eingeladen werde.
00:35:22: Das heißt so eine Kontinuität in meine Konzerte reinbekomme Und ich muss sagen das passt zu meiner Persönlichkeit auch besser als wenn man einmal durch die Philharmonie gejagt wird Einmal durch die Stadt gejagt wird und dann durch den Medien gejakt wird und im nächsten Tag wird ne andere Sau durchs Dorf getrieben was er heisst sie auch tatsächlich?
00:35:38: Und da sind wir dann doch so kleinere Konzerte dafür regelmäßiger, was mir eine gewisse Stabilität auch gibt.
00:35:44: Lieber!
00:35:45: So habe ich zum Beispiel jetzt in Messkirch die zwanzig Jahre.
00:35:49: dieses Jahr am achtzehnten Oktober ist wieder das Konzert in Messker im Festsaal.
00:35:52: von einem Schloss im wunderschönen Festsal lohnt sich hinzukommen allein schon den Saal zu sehen und besondere Atmosphäre da.
00:35:59: Ja absolut Zwei Jahre.
00:36:02: oder in Thüringen, in Bad Lomstein sind es glaube ich drei oder vier Jahre jetzt inzwischen.
00:36:06: Und so ist es andere Städte wo ich immer wieder zurückkommen kann sei es jährlich, sei es zweijährlich und das sind auch Konzerte die mich über die Krisen hinweg getragen haben wo ich auf gewisse Menschen zurückgreifen kann und das erfüllt unglaublich und da habe ich auch den direkten Kontakt zum Publikum.
00:36:22: Und kann somit mein Publikums aufbauen und mitziehen, was sich auch dann über im Laufe der Jahre anhand der Publikumps Zahl natürlich auch sehen lassen kann.
00:36:31: Und die Heimat, also die Schwäbische Alt wenn man so will ist ja dann auch ein gewisser Anker oder einen Halt?
00:36:35: Absolut!
00:36:37: Ein Ankernhalt auf jeden Fall.
00:36:38: Also ich wollte diese Region nicht missen.
00:36:40: wir haben eigentlich alles bei uns.
00:36:41: Wir sehen die Berge, wir haben den See vor der Nase.
00:36:43: Wir haben die Hügel und die Donau – also es ist nur schön!
00:36:48: Man kann innerhalb eines Umkreises von einer Natur aus sämtliche Freizügen haben und das ist unbezahlbar.
00:36:55: Wenn du an die Schwäbische Alp denkst, welche Musik kommt dir da in den Sinn?
00:37:00: Natürlich der Donauwalzer, muss man ja dran denken.
00:37:03: Ist ja klar!
00:37:05: Also alles was mit Natur zu tun hat.
00:37:07: Das schwäbische Alp ist für mich auch wenn ich da hinten jetzt an der Wand in einem schönen Studier hier wo ich sitzen darf die Bilder sehe.
00:37:13: es ist viel grün dabei Es sind ja es ist Wasser dabei es sind Radwege dabei Wanderwege Dabei das ist einfach alles blaue Himmel es ist Alles was in Natur eine Schönheit bieten kann is da.
00:37:25: und Wenn Ich Auch Eine Robert Schumann denke Der Ja auch sehr Viel Mit Natur und Musiken für Natur gemacht hat oder mit Vögeln das Vogelgezwitscher versucht hat, nachzumachen.
00:37:36: Kann ich mir schon vorstellen es ist auch eine Kraftquelle an Kraftort dass man sich da als Künstlerin zurückziehen kann um eben wieder seine Sinne zu filtern, zu regenerieren um einfach die Augen die Ohren an Orte der Stille in Ort der Ruhe wieder zu sich selbst zu finden.
00:37:52: und wir wissen ja dass der Weg zu sich selber ja meist der längste Weg ist.
00:37:57: Ja, Achtung Henriette!
00:37:59: Jetzt geht's um gefährliches Albwissen.
00:38:02: Das ist unsere Rubrik die geliebt wird von den Gästen und ich bin gespannt ob du das beantworten kannst.
00:38:08: bitte.
00:38:09: Iris Im Jahr zwanzig fünfundzwanzig gab es in deinem Wohnort in Speichingen einen höchst skurrilen Vorgang über den sogar die britische Tageszeitung der Guardian berichtete oder sagen wir Spottete.
00:38:22: weißt Du um was es ging?
00:38:24: Also ich habe das selber damals nicht mitbekommen.
00:38:27: Ich hab mir, ich muss dann erzählt worden um was es dagegen irgendwie.
00:38:30: Trinkwasser gestohlen oder Regenwasser war es vom Nachbarn?
00:38:33: so etwas also ist für mich eine Geschichte aber da weißt du sicher viel mehr darüber.
00:38:37: Ja ich löse mal auf die Hörerinnen und Hörern und kann sagen haben sie sich schon einmal Gedanken gemacht wem das Wasser in Form von Regen gehört der vom Himmel fällt?
00:38:48: Die Frage musste sich die Polizei stellen.
00:38:51: Eine fifty-Jährige aus Speichingen hat beim Nachbar gesammeltes Regenwasser aus einer Tonne entwendet und wurde angezeigt, und ein Polizeisprecher erklärte, solange ein Regentropfen vom Himmel fällt und danach in der Natur landet gehört er
00:39:07: niemandem.".
00:39:09: Aber sobald er in einem Behälter landet, egal ob Regenfass, Plastikbecher oder Kaffeetasse ist das Wasser privateigentum.
00:39:18: Ja und die entwendeten vierzig Liter wurden mit einem Wert von fünfzehn Cent beziffert.
00:39:25: Der Fall ging damals viral und das Verfahren ist möglicherweise wegen Geringfügigkeit eingestellt worden – offiziell ist zumindest nichts darüber bekannt, was alles so in Speichingen
00:39:35: passiert.".
00:39:45: Traumhafte Auslußziele, außergewöhnliche Menschen, herrliche Fotos und tolle Restauranttipps.
00:39:51: Lesen Sie die Alp-Lust das Magazin über die Schwäbische Alb jetzt im Handel und im Abo.
00:39:58: Lust auf einen Kurz-Trip?
00:39:59: Rauf auf's Rad!
00:40:01: Rein in die Wanderschuhe.
00:40:03: Die schwäbige Alb überrascht mit Albtraufkante, Wacholdeheiten und Streuobstwiesen.
00:40:08: Zwischen Felsen und Höhen warten Glücksmomente.
00:40:12: Finde deine Autorauszeit auf schwäbischeralt.de.
00:40:17: Jetzt Henriette ein Zitat von dir lautet, dass er immer wieder auch angeführt wird Mein erstes Instrument ist mein Körper.
00:40:25: Mein zweites Instrument is mein Klavier.
00:40:27: Wie meinst du denn das?
00:40:29: Das meine ich so, wie ich es auch sage.
00:40:32: Das erste Instrument ist der Körper weil der Körper wenn ich jetzt vom Gesang her wieder zurück gehe der Gesang entsteht aus dem Körper.
00:40:40: das heißt da isst der Körper das Instrument und wenn ich keinen gesunden Körper habe kann ich über Jahre keine Hochleistungen bringen auf den Klavier.
00:40:50: deswegen ist die Körper Wahrnehmung das Körper Bewusstsein und alles was eben dann zum Körper dazugehört Elementar wichtig für Musikerinnen und für Musikern, überhaupt für jeden Menschen.
00:41:00: Und da zählt es für mich extrem – und da kommt mein sportliches Know-how und auch die Ausbildung der als zerdefizierte Musikphysiologin dazu – ist dass man sich auch mit diesen Vorgängen bewusst befasst.
00:41:11: Dass man auch spürt!
00:41:13: Wann ist einem anfängt, weh zu tun?
00:41:16: Wo is den Wehtut.
00:41:17: Wie is denn wehtut?
00:41:18: und nicht nur wie es oft bei Musikern erlebe auch in meiner Hochschultätigkeit Tenya inzwischen.
00:41:24: Erlebe wenn dann die Studierenden da sind und sagen oh Frau Gärtner mei Schulter oder meine Ilboge tut weh kann ich mal in ihre musikphysologische Sprechstunde kommen.
00:41:32: natürlich kann da kommen und natürlich schau ich mit denen auch an und lassen auch mal spielen mit dem Instrument.
00:41:36: Aber wenn heißt meine Schulter tut weh, das beschreiben wann es wehtut wo ist genau wehtuht?
00:41:43: innen außen vorne hinten mehr tief mehr oberflächlich strahlt der schmerz aus ist es warm etc.
00:41:49: Und auch die zeitliche einschränkung.
00:41:50: tuts dann weh.
00:41:51: beim üben tuts weh wenig.
00:41:53: bestimmte passagenübe tuts vielleicht weh wenn ich mal sechs stunden am stück geübt habe.
00:41:57: Klammer auf was man so nicht tun sollte natürlich klammer zu sondern eben mit pausen zwischen arbeiten sollte.
00:42:02: Das ist denn schon etwas dass also die wahrnehmung dessen was für ein ein Sportler völlig normal ist.
00:42:07: Ein Sportler arbeitet mit seinem Körper, der merkt sofort wenn ihm was wehtut und er kann auch beschreiben was eben wie wehtuten dann kann ihm auch entsprechend eine genaue präzise Diagnose gestellt werden weil alles steht und fällt mit einer präzzisen Diagnase.
00:42:22: Und wenn halt mal was weh tut am Ellbogen Dann kann das alles mögliche sein.
00:42:26: Das heißt es gesunde musizieren hat Priorität.
00:42:30: Natürlich ist das künstlerische Klavierspiel ganz oben, aber das Künstlerisch kann ich nur erreichen wenn ich auch einen gesunden Körper habe.
00:42:36: Das heißt wenn mein erstes Instrument möglichst einwandfrei funktioniert mit allen Sinnen.
00:42:41: und da ist die Körpervernehmung das Befassende mit Körpertechniken mit Dispokinesis für Musiker Atemtechnik Jogha Chigong Tai Chi Gyrokinesis Der erfahrbare Atem, Feldenkreis, Methoden.
00:42:56: Es gibt unglaublich viele Körpertechniken, wo mir niemand sagen kann, dass es nichts Passendes für einen selber gibt.
00:43:02: Man muss sich nun mal schlau machen!
00:43:03: Es gibt wahnsinnig viel.
00:43:05: Du hattest ja im ersten Studium Sportwissenschaften mit Auszeichnung und einem Doktortitel abgeschlossen.
00:43:11: Und der Titel passt jetzt hier rein... ...der Doktorarbeit lautet Klangkraft- und Kinematik beim Klavierspiel.
00:43:19: Das gibt's inzwischen auch Als Bruch, das hast du verlegt.
00:43:22: Wie bist Du da draufgekommen?
00:43:25: Das war ein Witz am Anfang wie wieder ein Zufall in meinem Leben.
00:43:29: Das war und wir an der Uni Konstanz konkretes Institut für Sportwissenschaften damals unter Leitung von Professor Dr.
00:43:37: Hartmut Riele mein späterer Doktorvater hat diesen Weltkongress den ISPS Kongress ausgetragen für Biomechanik an dem Institut an der Unikonstanz.
00:43:47: Und er hat eben, weil er jetzt nicht der typische Professor ist.
00:43:50: Der ihm seinen Fach vertritt und sonst gar nix wie ich andere Professoren auch dann an der Uni Konstanzen auch darüber hinaus habe leider auch kennenlernen dürfen.
00:43:58: Er war eher ein Professor, der hat so mehr Fachbegabungen auch unterstützt.
00:44:02: Und ihm kamen dann zu Ohren das Ich bei ihm studiere.
00:44:07: Er kennt ja nicht all seine erst zwei Drittsemester Weil.
00:44:09: seiner Sekretärin hatte mich natürlich vom Namen her gekannt und sie wusste er ist Abonnement Mensch von den Konzerten Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz im Konzil.
00:44:18: In Konstanz, und da kannte er mein Namen von den Konzerten her, aber er wusste nicht, dass ich bei ihm Sport studiere.
00:44:23: Und er hat seine Sekretärin ihm das mal gesteckt... ...und dann hat er gedacht, ja wenn ich die schon bei mir habe als Studentin lasse ich die mal zu mir kommen.
00:44:30: vielleicht kann man da mal was machen!
00:44:32: Und er hatte ein Zettel aufgehangen.
00:44:34: Henriette Gärtner bitte zur Prof.
00:44:36: Riele.
00:44:37: Ich dachte damals so aus schwarter Frau so je war.
00:44:39: soll ich jetzt beim Chef?
00:44:39: Ich hab doch gar nichts falsch gemacht bin also mit Herz klopfen zu ihm rein.
00:44:44: Und er hat sich dann sehr schnell aufgeklärt, weil er wollte mich engagieren für ein Konzert im Rahmen dieses Kongresses.
00:44:52: Damals war es eben doch so, dass ich ohne die Zustimmung meiner Mutter das nicht annehmen durfte und dann hat er einen Gespräch geführt mit meiner Mutter und daraufhin ist das Konzern leider ausgeschlagen worden – es hat nicht stattgefunden!
00:45:05: Prof.
00:45:06: Riele, wie er eben so ist, hat zum Glück nach wie vor bin ich ihm sehr dankbar dafür nicht locker gelassen Und da hat er mich noch mal zu sich gerufen und hat dann meine Mutter außen vorgelassen, und hat mich für die Wissenschaft begeistert.
00:45:20: Ich habe damals auch gerade das Pro-Seminar für Biomechanik belegt gehabt und ich war naturwissenschaftlich schon immer irgendwo interessiert Aber habt ihr es eben mitgemacht, als eines dieser Pflichtfächer zum Studium?
00:45:29: Weil natürlich mein Fokus doch sehr auf der Musik lag.
00:45:32: Und er hat gesagt ja wie wär's denn eigentlich wenn wir mal Pianisten untersuchen und mal gucken wie viel Kraft dann da ist so ein Pianist, wenn man mal auf die Taste klopft glaub ich.
00:45:41: Hat er sogar gesagt kloppt also nicht mal an.
00:45:44: Was da unten an Kräften wirkt.
00:45:46: Und damit hat er mich gefangen gehabt, ich hab durch keine Ahnung gab vom Messaufbau gesagt ja machen wir ohne zu wissen was auf mich zukommt.
00:45:53: und dann haben in der Gymnastik Halle von der Uni Konstanz unten im tollen Sportgelände ist ein echt tolles Gelände direkt am See.
00:46:00: also es ist echt super.
00:46:01: was da aufgebaut worden ist war ein schönes Studium und schöne Jahre da unten und das stand ein rot lackiertes Klavier.
00:46:07: Naja, also zumindest war es ein Klavier.
00:46:09: Nach dem Klang möchte ich es nicht nochmal gefragt werden, aber es stand ein Klavier und es kam auch tatsächlich Töne raus.
00:46:14: Und wir haben dann dieses Klavier auf die Kistler-Kraftmestplatte, die in der unten eingebaut waren am Boden, weil natürlich andere Untersuchungen im Rahmen von Sportwissenschaften auch gemacht worden sind mit Sprüngen, mit Stehen und allem möglichem.
00:46:24: Da haben wir das Klavier da drauf geschraubt.
00:46:27: Ich habe dann Pianisten organisiert – also erstmal selber gespielt und einmal ein paar Piansten organisiert -, um einfach mal zu gucken was kommt denn da unten so raus?
00:46:35: Was mir damals nicht klar war ist das natürlich beim Klavier, da steht ja vorne die Klaviatur etwas ab und wenn ich anschlage kippt das ganze Klavier so in sich hoch.
00:46:45: Unten werden ja die Kräfte aufgenommen und die Kräfti werden ja von jedem Pieck aufgenommen.
00:46:49: d.h.
00:46:50: Ich kann nicht feststellen anhand der Piecksnachheit, die aussehen wie so ein Gezitter auf dem Papier welcher Pieck stammt von meinem Anschlag?
00:46:58: Und welcher pieckstammt vom Zurückkippen oder Aufschwingen des Klaviers?
00:47:02: Man, das sind alles Dinge eines Denkenpianistik gar nicht!
00:47:04: Der spielt halt Klavier und fertig.
00:47:06: Und dann war klar, richtig Spiegeln auf dem Ding mit sauberen Messdaten kann man nicht.
00:47:10: Da hat er mich beauftragt, Herr Zerile das war nochmal seine Idee ein Stück raus zu suchen was ich vielleicht auch, das war der Gedanke und die Brücke beim Abschluss als Gag für die Biomechaniker, Welt-Biomechanikerspielen kann im Audimax von der Unikonstanz.
00:47:25: Und dann hab ich damals im Repertoiren auch dran gedacht ... Der Anfang einer Dantesonate von Franz Liszt wäre vielleicht ganz gut, weil er fängt sehr markant an mit langen Pausen dazwischen so da-dam, Pause, da-damm und da geht's so weiter.
00:47:38: Da habe ich da auch ein paar Pianisten mitgenommen, die eben das auch angeschlagen haben.
00:47:43: Diese starken Peaks, die konnten wir rauslesen.
00:47:46: Er hat damals Professorile aus diesen Daten mal so eine Grafik erstellt und hat diese Witzstudie vorgestellt im Rahmen des Abschlusses, im Audimax in der Uni Constance.
00:47:57: Und da habe ich eben damals mit meinem damaligen Feeling schon für Räume gemerkt wie er die Grafik vorgestellt wird das Thema Klavier- und Biomechanik aufkam.
00:48:06: Da waren ja die Weltbiomechaniker versammelt in dem Saal.
00:48:09: Ja!
00:48:10: Die waren wach und scharf auf unseren Witz – wir haben es gar nicht ernst gemeint.
00:48:15: Die Daten waren auch wirklich, also ich würde den Daten nie auf den Markt gehen wollen.
00:48:18: Das ist nicht völlig falsch aber es kam zumindest mal was raus und dann waren die einfach heiß auf das Thema.
00:48:23: Da habe ich damals dann so nahe dem Nachgang noch gespielt gehabt und ja und da war das Abstoßbankett im Inselhotel in Konstanz unten in einem wunderschönen Festzahlen zu großen runden Tischen Und da habe ich dann zum Auftakt nochmal Gershwin Rhapsody Blue gespielt und da hab' ich anhand der Gespräche einfach gemerkt, wie viel interessante Fragen da sind.
00:48:42: Da habe ich an dem Abend noch mein Doktorfahrt also den Boseriele gefragt ob es denn möglich wäre in diesem Bereich zu promovieren!
00:48:49: Und er meinte, ja.
00:48:50: Also wieder typisch, Professor Riele, gleich motiviert nicht.
00:48:53: Er macht erst mal das und dann machst du das in der Charme vielleicht nochmal ein paar Jahren sofort motiviert... ...und da habe ich es blutgelegt an dem Thema die biomechanischen Methoden anzuwenden bei Pianisten um eben dann für die Gesundheit der Musikeraussagen zu machen was eben einerseits des Buches hergibt aber eben auch um den Zusammenhang von Klangkraft und Kinematik herzustellen.
00:49:13: Das war damals der Aufhänger um die sportwissenschaftlichen Methoden zu nützen Klaviermethodik reinzukommen.
00:49:20: Weil Wissenschaft, verstehe ich heute noch so soll der Methodik auch dienen und nicht nur als Statistik- und als Zahlengeber dienen sondern was mache mit den Zahlen nachher?
00:49:29: Das passt ja ganz gut zu dem was du jetzt heute auch machst also die Musikpädagogik wenn man es will dann an der Musikhochschule in Trossingen bist du ja tätig und da gibt's ja auch Workshops und Kurse dazu.
00:49:42: das heißt die Vermittlung ist ja ganz wichtig bei der ganzen Geschichte.
00:49:45: Absolut, also in Russingen bin ich nicht tätig im Bereich Musikpädagogin.
00:49:49: Da habe ich einen Lehrauftrag von der Bereichmusik und Gesundheit.
00:49:51: Als Musikpädagogin hab' ich eine Dutzend Tour an das Stella-Musikhochschule in Feldkirch, wo ich natürlich auch die Musikphysologie einfließen lasse – ist ja klar weil es für mich unbedingt zusammengehört!
00:50:01: Wo in dem Masterstudiengang, den ich gerade leiten darf sogar noch eine Kooperation mit einem Olympia-Zentrum in Dornbirn besteht.
00:50:07: Also das für mich echt wie ne zweite Haut ist also wunderbar genau mein Feld bin da sehr glücklich damit und dieser Bereich vermitle ich eben.
00:50:13: Das Übergebiet heißt dann schon Musikpädagogik Und die Musikvermittlung ist natürlich wichtig denn was mache ich mit meinem ganzen Know how?
00:50:21: Das muss so irgendwie raus aus mir als ich nutze auch da die Gelegenheiten das an der nächste Generation In Schulen in Hochschulen an Unis weiter zu geben in Workshops in eigenen Meisterkursen die ich eben dann selber auf der Beine stelle.
00:50:31: oder jetzt bin ich wieder Anfang September in Lukau, das ist im Großrahmengebiet von Berlin für eine volle zwei-tägige Fortbildung, die ich leiten darf.
00:50:39: Für die Musikschullehrkräfte dort also ein ganzes Team, die eben gewisse Einheiten machen dürfen, wo ich eben da so einen Rundumschlag von A bis Z über den Musikphysiologieübmethoden, Auftrittstraining, Atemtechniken
00:50:50: weitergebe.".
00:50:50: Das ist mir auch sehr, sehr wichtig.
00:50:52: Auch mit Schulen das Musikvermittlungsprojekt Rhapsody in School wo ich auch wenn es mir die Zeit erlaubt und was eben dann koordinieren kann zeitlich mit den Schulen gerade im Messkirch da dass sich der Grundschulen ja Schule Gymnasium die Sonderschule an andere Schulen im Großraum besuchen kann.
00:51:07: oder auch wenn ich in Wehingen bei den Schlössberg-Klassik bin dass man auch da die Schulen im Umkreis besucht um die Kinder für die Klassik zu motivieren.
00:51:13: Und auch da habe schon erlebt natürlich ist die Pädagogik ein Feld wo man nicht sofort irgendwie einen Erfolg sieht.
00:51:20: Wenn ich aber dann nach Jahren wieder zurück komme an die Schule und ich höre dann von Geschwister, Kindern oder vom Kind selber das inzwischen was für sich fünfzig Jahre weiter gestiegen ist aufgrund des Besuchs.
00:51:31: damals hat es angefangen mit Klavier.
00:51:33: Dann ist das schon ein schöner Erfolg.
00:51:35: Oder neben Frau, mit der habe ich Ballett getanzt im Mädel, die war mal in einem Konzert, da hatte ich dann damals die List-Sonate in Hamoll drin, die geht nach Goethes Faust.
00:51:43: Habe ich dann eben kurz den Faust angeriesen und hab dann diese Naht gespielt.
00:51:46: Das ist ein Klavier Mount Everest von einer halben Stunde also ein Wahnsinnsteil!
00:51:51: Und danach hat sie mir erzählt ein paar Wochen später, das hat sich so beeindruckt.
00:51:55: Sie hat jetzt den Faust von Goethe gekauft und Uli ist jetzt damit.
00:51:59: Also solche Dinge kriege ich immer Gänsehaut wenn ich daran denke dass ich habe schon manche Kinder Jugendliche dazu bewogen auch Erwachsene die dann aufgrund eines Konzertbesuchs haben angefangen in dem Motivation gefunden sich einen Klavier zu kaufen um Klavierunterricht zu nehmen.
00:52:12: Ich hab auch mal drei Semester faust studiert im Literaturwissenschaftsstudium Donner-Wetter.
00:52:16: ja toll Da ist nichts von der Musik übrig geblieben.
00:52:21: Willst du nahe anhören?
00:52:22: Ja, gerne.
00:52:24: Wir haben uns ein paar Halbsätze für dich überlegt die wir dir abwechselnd in den Mund legen.
00:52:29: Du sollst diese ergänzen.
00:52:31: können wir starten hinredeln?
00:52:32: Ja natürlich!
00:52:33: Das erste Wert den Studierenden an der Musikhochschule in Trossingen empfehle ich auf ihren Körper zu hören.
00:52:42: Wenn ich in der Großstadt aufgewachsen wäre hätte ich mich Richtung Land orientiert.
00:52:50: Wenn ich mir ein besonderes Konzert mit einem großen Orchester in einem außergewöhnlichen Konzernzahl wünschen würde, wäre dies?
00:52:59: Carnegie Hall.
00:53:02: Wenn ich mal völlig undiszipliniert sein will dann... Lass mich richtig die Sau raus!
00:53:09: Wie machst du das denn?
00:53:10: Oh da muss meine Brüder fragen Da geht es dann ab.
00:53:16: Mit Essen, mit Trinken, mit Tanzen und mit Lachen.
00:53:19: Ich kann auch mal ganz wild!
00:53:23: Wo hast du deinen nächsten Auftritt?
00:53:25: Wir haben ja immer so einen Veranstaltungstipp.
00:53:28: Der nächste Auftritt ist am fünfundzwanzigsten September an Freitagabend in der Adlerpost in Stokach wo ich mich sehr darauf freue dass sich danach Ich glaube, inzwischen über zwanzig Jahre oder viertelzwanzig Jahren da Stockach zurückkommen darf.
00:53:39: Wo ja mein Vater auch übrigens noch Lehrer war am Nellenburg- Gymnasium.
00:53:42: und dann freue ich mich sehr auf das Messkirch-Konzert am achtzehnten Oktober sogar zwei Konzerte um elf Uhr ne Matinee und im siebzen Uhr des
00:53:50: Abendkonzerts.".
00:53:51: Die schwäbische Alpenräte ist ungefähr dreimal so groß wie der Saarland.
00:53:55: Welche Gegend möchtest du denn mal ein bisschen intensiver noch erkunden?
00:54:00: Ich habe noch so viele Ecken auf der Schwäbischen Alp nicht gesehen und noch nicht in Höhlen oder Beihöhlen drin gewesen, Schlösser- und Bürgergesehen.
00:54:07: Also da gibt es noch viel zu erkunden hier.
00:54:10: Zeitgleich mit Erscheinen dieser Podcast Folge liebe Hörerinnen und Liebehörer ist auch die neue Alplust erhältlich.
00:54:18: Ausgabe Drei, zwanzig sechsundzwanzig.
00:54:20: wer noch mehr über Henriette Gärtner erfahren will sollte das Magazin unbedingt lesen!
00:54:28: Und dann bleibt uns nur noch, uns zu bedanken bei dir, Henriette für das tolle Gespräch.
00:54:33: So viel in deiner Person auch vereinigt, was du wirklich alles gemacht hast, kannst, bewegt hast und immer noch bewegst.
00:54:43: Alles Gute für dich!
00:54:44: Vielen Dank!
00:54:44: Ja vielen Dank!
00:54:45: Vielen dank und wirklich war ein gutes Gespräch hier mit uns und ich wünschte alles Gute!
00:54:51: Danke für die interessanten Fragen.
00:54:53: Die nächste Folge von sag bloß, der schwäbische Alp-Podcast ist am Freitag in zwei Wochen auf allen gängigen Plattformen abrufbar.
00:55:01: Schalten Sie ein!
00:55:02: Zu Gast sind Tanja Breitenbücher vom Zweckverband Region am Heidengraben und dem Heidengrabenzentrum auf der Schwäbischen Alb.
00:55:10: Wir freuen uns wenn sie dabei sind.
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