Tanja Breitenbücher - Leiterin des Erlebniszentrums Heidengraben auf der Schwäbischen Alb

Shownotes

Wer waren die Kelten eigentlich und wie lebten sie auf der Schwäbischen Alb? Weshalb ist das sogenannte „Oppidum am Heidengraben“ ein besonderer Ort in der europäischen Archäologie? Und wie kann ein modernes Erlebniszentrum Gestern und Heute miteinander verbinden?

Außerdem geht es um

  • Die Rubrik „Blitzschnell“ mit Entweder-oder-Fragen zu Römern oder Kelten, Asterix, Obelix oder Gutemine, Geschichtsforschung oder Geschichtsvermittlung, schwäbischer Küche oder veganem Essen, Schautafeln oder Augmented Reality sowie Dorfleben oder Großstadt.

  • Tanja Breitenbüchers Herkunft aus dem Welzheimer Wald, ihr Leben auf der Alb in Grabenstetten und ihre Begeisterung für das Dorfleben.

  • Das Erlebniszentrum Heidengraben als modernes Museum in der Form eines Grabhügels – mit Bistro, E-Bike-Lademöglichkeit und als verbindender Ort für Keltengeschichte, Wandern, Tourismus und die Region.

  • Warum die Kelten noch so viele Rätsel aufgeben und wie politische Förderung, Forschung und Vermittlung zusammenhängen.

  • Tanja Breitenbüchers Weg von ihrem Studium der Geschichte und Literaturwissenschaft über das Veranstaltungsmanagement zur Leitung des Heidengrabenzentrums.

  • Das weit verbreitete (falsche) Bild der Kelten als „Barbaren“ – und was filigraner Schmuck, Helme und andere archäologische Funde über eine hochkomplexe Kultur erzählen.

  • Das „Sichtbarmachen des Unsichtbaren“: Wie Rekonstruktion, Modell und Illustration dazu beitragen, eine weitgehend aus vergänglichen Materialien gebaute keltische Welt heute erfahrbar zu machen.

  • Verschiedene Wege der Geschichtsvermittlung – vom Erlebniszentrum Heidengraben über Campus Galli bis hin zu den keltischen Standorten Heuneburg, Hochdorf und Heiligenberg bei Heidelberg.

  • Den Museumsrundgang ohne Vitrinen: Glasfassade, Panoramablick, symbolische Marktstände, QR-Codes, Avatare und eine Wissenswand als Zugang zur Siedlung aus der Latènezeit und zur Region heute.

  • Die wissenschaftlichen Theorien zum Ende der keltischen Siedlungen durch gestörte Handelswege und Wanderbewegungen.

  • Den Interkommunalen Zweckverband Region am Heidengraben als vorbildliches Modell für ein Kulturzentrum auf dem Land: Drei Gemeinden, zwei Landkreise und zwei Regierungspräsidien arbeiten über Grenzen hinweg für das Erlebniszentrum zusammen.

  • Die Rolle der Bürgermeister von Grabenstetten, Hülben und Erkenbrechtsweiler – und warum für ein dauerhaftes Projekt nicht in erster Linie einzelne Personen, sondern tragfähige und begeisternde Ideen und demokratische Strukturen entscheidend sind.

  • Die Finanzierung des Zentrums: Baukosten von 5,8 Millionen Euro, darunter 1,75 Millionen Euro Eigenanteil der drei Kommunen, sowie die Herausforderung, den laufenden Betrieb personell und finanziell zu tragen.

  • Warum aus Geschichte Zukunft werden kann: Die drei Gemeinden nutzen das keltische Narrativ einer gemeinsamen Siedlung als Ausgangspunkt für eine enge Zusammenarbeit bei Kultur, Tourismus und auch auf anderen Ebenen.

  • Die keltische „Stadt“ Heidengraben als größtes Oppidum und bedeutender Handelsplatz auf dem europäischen Festland: Auf 18 Quadratkilometern Siedlungsfläche lebten nach Schätzungen 10.000 bis 20.000 Menschen in ihrer Blütezeit.

  • Die Vernetzung der Keltenstandorte in Baden-Württemberg und der Wunsch nach einer Art Reiselandkarte für Besucherinnen und Besucher.

  • Das Ehrenamt in der Archäologie und Kulturarbeit: Vom Grabungshelfer und Ackerläufer über den Förderverein und das ehrenamtlich geführte Keltenmuseum in Grabenstetten.

  • Die Trennung zwischen wissenschaftlicher Forschung und Vermittlungsarbeit und die Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalsamt Baden-Württemberg.

  • Die mystifizierten Bräuche der Kelten, esoterische Deutungen heute und die Frage, wie sich Themen wie Druiden, Vollmond und Naturerlebnis verantwortungsvoll und wissenschaftlich fundiert vermitteln lassen.

  • Der Vollmondspaziergang am Heidengraben: historische Quellen, der Mond als Zeitmesser und ein sinnliches Erlebnis zwischen keltischer Stadt, Heidenwall und Landschaft.

  • Die Rubrik „Halbsätze“: Halloween und die Kelten, der Ursprung des Namens Heidengraben, Geschichtsunterricht für Kinder und Jugendliche sowie weitere Wünsche für die Ausstellung.

  • Tanja Breitenbüchers persönliche künftige Ausflugsziele: die Ostalb sowie die Steinzeit-Fundstätten rund um Merklingen und Blaubeuren.

Gäste:

Tanja Breitenbücher, Leiterin des Erlebniszentrums Heidengraben und Geschäftsstellenleitung des Interkommunalen Zweckverbands Region am Heidengraben.

Moderation:

Iris Goldack, Reutlinger General-Anzeiger / Magazin Alblust

Walter Knittel, Donaubergland Tourismus GmbH / Schwäbische Alb Tourismus

Redaktionelle Mitwirkung: Claudia List, Magazin Alblust

Links:

Mehr zum „Heidengraben“: https://www.keltenland-bw.de/keltenland/der-heidengraben/

Erlebniszentrum Heidengraben: https://www.erlebniszentrum-heidengraben.de

Schwäbische Alb Tourismusverband: https://www.schwaebischealb.de

Magazin Alblust: https://www.alblust.de

Donaubergland Tourismus: https://www.donaubergland.de

Aufnahme und Bearbeitung: Martin Schmidt, https://www.audiospezialist.de

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