Hans-Peter Wolf - Bürgermeister Beuron, Landwirt u. Gastgeber im Oberen Donautal und einer der stärksten Männer der Alb
Shownotes
Wie gelingt ein Alltag zwischen Bürgermeisteramt, Landwirtschaft und Tourismus? Warum ist Beuron trotz seiner besonderen touristischen Lage finanziell herausgefordert? Und wie kann eine Gemeinde im Oberen Donautal ihre Zukunft zwischen Wasserknappheit, Infrastruktur und Naturschutz gestalten?
Außerdem geht es um
Die Rubrik „Blitzschnell“ mit Entweder-oder-Fragen zu Büro oder Weide, Kraft oder Geschicklichkeit, Sommer oder Winter, Bier, Wein, Most oder Milch sowie Mist bauen oder Stall ausmisten.
Hans-Peter Wolfs Herkunft aus Beuron, seinen Umzug vom elterlichen Hof in den nur 400 Meter entfernten Neubau und die Frage, was einen echten „Älbler“ ausmacht.
Seinen Weg in die Landwirtschaft: die Kindheit im Familienbetrieb, eine Ausbildung zum Werkzeugmacher und die Entscheidung, gemeinsam mit seinem Bruder Helmut den Hof des Klosters Beuron zu übernehmen.
Den Weg ins Bürgermeisteramt: 25 Jahre Gemeinderat, zehn Jahre als Stellvertreter und die Entscheidung, für Beuron zu kandidieren, als sich keine andere Lösung abzeichnete.
Die Gemeinde Beuron mit rund 650 Einwohnerinnen und Einwohnern, fünf Ortsteilen, etwa 35 Quadratkilometern Fläche und einer außergewöhnlichen Ausdehnung entlang des Donautals.
Das Leben und Arbeiten auf Zuruf: Wie Hans-Peter Wolf zwischen Stall, Biogasanlage, Rathaus, Terminen und Familie organisiert bleibt.
Ferienhäuser und Ferienwohnungen unterhalb von Schloss Werenwag: die Umnutzung einer alten Hofstelle, ein Saunahaus, ein beheizter Pool mit eigener Energieversorgung und die Frage, wie touristische Angebote langfristig Bestand haben können.
Die Biogasanlage auf dem Hof: Ihre Abwärme wird für Wärmenetze in zwei Nachbarortschaften mit insgesamt fast 100 angeschlossenen Privathäusern genutzt sowie für die eigene Ferienanlage.
Die Herausforderung, als Bürgermeister und Landwirt Erholung zu finden – und warum Familienzeit, Wandern und ein zwölftägiger Urlaub in Südengland besonders wertvoll sind.
Die finanziellen Spielräume einer kleinen Gemeinde ohne großes Gewerbe und die Bedeutung von Tourismus, Handwerk und lokaler Wertschöpfung für Beuron.
Ziele für die Amtszeit: Bauland für junge Menschen, die Sanierung des 25 Kilometer langen Teilstücks des beliebten Donauradwegs, die Struktur der Feuerwehr, die Steuerung des Tourismus und eine langfristig gesicherte Wasserversorgung.
Die Reaktivierung einer Quelle in einem Beuroner Ortsteil und die Sorge, dass die zunehmende Trockenheit und niedrige Wasserstände der Donau die Wasserversorgung der Gemeinde dauerhaft gefährden könnten. Zusammenarbeit im Gemeinderat und in der Bürgerschaft: Warum gemeinsame Lösungen für kleine Kommunen unverzichtbar sind, wie bei der Sanierung einer Treppe mit 190 Stufen.
Die Belastungen im Bürgermeisteramt durch Beschwerden, umfangreiche Anfragen und verwaltungsgerichtliche Verfahren – und Hans-Peter Wolfs Erfahrung, dass der Umgang in Beuron überwiegend fair bleibt.
Der landwirtschaftliche Betrieb der Brüder Wolf: Grünlandwirtschaft, Pachtflächen, bis zu 300 Hektar Grasschnitt im Herbst, Mutterkuhhaltung und der Wandel von Milchviehhaltung zur Biogasproduktion.
Die akute Trockenheit im Sommer 2026: mangelndes Wachstum, die Suche nach Futter für die Tiere und die Biogasanlage sowie die Sorgen der Landwirte – nicht nur im Donautal.
Die Erinnerungen seines 88-jährigen Vaters an frühere Trockenperioden und die Erkenntnis, dass heutige Krisen über große Regionen hinweg sichtbar und spürbar werden.
Die Rubrik „Gefährliches Albwissen“: Beuron als Gemeinde mit besonders hoher Übernachtungsquote und die Frage, wie Tourismus im Donautal behutsam wachsen kann.
Tourismus zwischen Chancen und Grenzen: die Ruhe des Donautals, Natur- und Landschaftsschutz, Privat- und Staatswald sowie die Notwendigkeit eines tragfähigen Konzepts statt eines Wachstums um jeden Preis.
Die Schwäbischen Highland-Games in Kreenheinstetten: zehn Siege bei zehn Teilnahmen mit seinem Bruder Ulrich in ungewöhnlichen Disziplinen wie Strohballenwerfen, Traktorziehen und „Schlammpatscha“ – und die besonderen Freundschaften, die daraus entstanden sind.
Die Rubrik „Alb-Halbsätze“: Erholung bei den Kühen auf der Weide, widersprüchliche Interessen im Bürgermeisteramt, schwierige Momente und Hans-Peter Wolfs Urteil zum Thema Work-Life-Balance.
Die Zukunft seiner vier Kinder, die Bedeutung von politischer Bildung, von Selbstständigkeit und dem Mut junger Menschen, ihren eigenen Weg zu gehen.
Hans-Peter Wolfs persönlichen Albtipps: Bad Urach, Tübingen und auch der Schönbuch als Ziele für künftige Ausflüge und Wanderungen.
Gäste:
Hans-Peter Wolf, Bürgermeister von Beuron, Landwirt und Gastgeber im Oberen Donautal.
Moderation:
Iris Goldack, Reutlinger General-Anzeiger / Magazin Alblust
Walter Knittel, Donaubergland Tourismus GmbH / Schwäbische Alb Tourismus
Redaktionelle Mitwirkung: Claudia List, Magazin Alblust
Links:
Schwäbische Alb Tourismusverband: https://www.schwaebischealb.de
Magazin Alblust: https://www.alblust.de
Donaubergland Tourismus: https://www.donaubergland.de
Gemeinde Beuron: https://www.beuron.de
Aufnahme und Bearbeitung: Martin Schmidt, https://www.audiospezialist.de
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